Beispiel Single Malt 12
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Alles, was Sie für den Genuss eines Drams brauchen, in fünf Minuten.
Irischer und amerikanischer Whiskey wird mit e geschrieben. Schottischer, japanischer und kanadischer Whisky ohne.
Viele irische Whiskeys werden dreifach destilliert, das macht sie weich und mild. Irischer Whiskey wäre fast verschwunden. Vor einigen Jahrzehnten gab es nur eine Handvoll Brennereien, heute sind es fast 40.
Schottischer Whisky muss in Schottland hergestellt werden, mindestens drei Jahre in Eichenfässern reifen und mit mindestens 40 Prozent Alkohol abgefüllt werden. Das Alter auf dem Etikett bezieht sich immer auf den jüngsten Whisky in der Flasche. Whiskys ohne Altersangabe heißen NAS.
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Gälische und japanische Namen sind nicht leicht zu lesen. Die Großbuchstaben zeigen die betonte Silbe.
Das sind freundliche Hilfen, keine strengen Regeln. Selbst die Brennereien sprechen manche Namen auf mehr als eine Weise aus. Im Zweifel fragen Sie uns einfach an der Bar.
Die Texte, mit denen unsere gedruckte Whiskey-Karte beginnt, geschrieben von unserer Whiskey-Sommelière Daniela Brack. Tippen Sie auf einen Titel, um ihn zu lesen.
Irischen Whiskey mit einem Scotch gleichsetzen zu wollen, macht in etwa so viel Sinn, wie die sprichwörtlichen Birnen mit Äpfeln zu vergleichen. Dies hat zum großen Teil mit der von Schottland so grundverschiedenen Herstellungsweise zu tun. Es hat aber eben auch mit verschiedenen Regularien und nicht zuletzt dem zu tun, was man als Terroir-Gedanken umschreibt: Mit regionalen Rohstoffen und dem milden Klima auf der grünen Insel, das den Whiskey ohne große Temperaturschwankungen gleichmäßig und harmonisch reifen lässt.
Um einen Irish Whiskey mit allen Sinnen genießen und verstehen zu können, bedarf es einiger Grundlagen.
“Each drink precedes a story”, lautet ein irisches Sprichwort: “Jedem Drink geht eine Geschichte voraus”. So auch dem Irish Whiskey, denn was wenige wissen: Irlands Whiskey-Tradition ist so alt wie die der schottischen Cousins, vielleicht sogar älter und nicht weniger ruhmreich! Irland war bis weit ins 19. Jahrhundert der unangefochtene Weltmarktführer in Sachen Whisky.
Und damit nicht genug, es ist gut möglich, dass der erste Whisky nicht in Schottland, sondern auf der grünen Insel gebrannt wurde, denn nachweislich haben missionierende Mönche die Kunst der Destillation aus dem Orient mit auf die grüne Insel gebracht. Als der Heilige Patrick im Jahre 432 n. Chr. von Frankreich nach Irland aufbrach, wollte er ohne Zweifel in erster Linie die dort lebenden Heiden bekehren, brachte ihnen aber wohl auch die Kunst der Destillation.
Doch irische Whiskeys sind, wie schon die Schreibweise mit dem „e“ vermuten lässt, völlig eigenständige Tropfen, die sich hinter den schottischen Cousins nicht verstecken müssen. Irische Whiskeys schmecken grundverschieden zu einem Scotch, was sich durch die traditionell verschiedenartigen Herstellungsweisen erklären lässt: In Irland werden die Whiskeys meist dreifach, in bauchigen kupfernen Pot-Still-Brennblasen destilliert. Dadurch sind viele irische Whiskeys weicher und milder als schottische Single Malts und erfreuen sich nicht nur deshalb steigender Beliebtheit.
Der wohl augenfälligste Unterschied zwischen Scotch Whisky und einem Irish Whiskey ist die Schreibweise mit dem „e“. Es gibt viele Erklärungen für die Schreibweise, aber diese hier scheint uns am einleuchtendsten: Im 19. Jahrhundert verbreitete sich eine neue Form des Brennens, die kontinuierliche Destillation, vor allem in Schottland schnell. Während die Iren an der aufwändigen dreifachen Brennweise in ihren Pot Stills festhielten, überschwemmten die Schotten mit ihrem durch die neue Methode schneller und billig hergestellten Whisky die Märkte. Das kostengünstige Brennen durch die kontinuierliche Destillation mag dem nachgesagten Sparsinn der Schotten entgegengekommen sein, die Resultate indes waren damals qualitativ wenig überzeugend. Um sich aber deutlich von den damals billigen, minderwertigeren schottischen Destillaten abzugrenzen, änderte man in Irland kurzerhand die Schreibweise: Irish Whiskey war geboren und ist bis heute so geblieben.
Die Massenauswanderungen aus Irland in die USA im Zuge von Hunger und Elend mag die „Schreibmigration“ weiter erklären. Doch anders als bei amerikanischen Produkten, die das „e“ gelegentlich auch verwenden, schreibt sich der irische Whiskey quer durch alle Marken und Destillerien immer mit einem „e“.
Text: Daniela Brack
Whisky ist eine durch Destillation einer bierartigen Flüssigkeit, genannt Maische, gewonnene Spirituose, die im Holzfass gelagert und gereift wird. Die Maische muss aus Getreide bestehen. Dabei schreibt sich irischer Whiskey durchgehend mit einem „e“ vor dem „y“.
Ein Whisky, der ausschließlich aus Schottland kommt und dort hergestellt wird.
Bourbon Whiskey, oder kurz Bourbon, ist ein amerikanischer Whiskey. Er wird aus einer Getreidemischung, die mindestens 51 Prozent Mais enthält, gebrannt. Neben dem Mais enthält die Maische für Bourbon meistens Roggen oder Gerste. Die Lagerung von Bourbon muss in neuen, aber ausgekohlten Eichenfässern erfolgen, die dem Whisky eine ganz eigene, typische Geschmacksnote geben. Bourbon Whiskey darf prinzipiell aus dem gesamten Staatsgebiet der USA kommen, tatsächlich liegen die meisten großen Bourbon-Destillerien aber in Kentucky oder Tennessee.
Ein Blend oder blended Whisky ist ein Verschnitt, eine Mischung aus verschiedenen anderen Whiskys, die sich durch Alter und Sorte unterscheiden. Durch die Mischung soll eine möglichst immer gleichbleibende Qualität und ein verlässliches Geschmacksprofil erzeugt werden.
Malt Whisky wird ausschließlich aus gemälzter Gerste hergestellt. Stammt das verwendete Gerstenmalz aus einer einzigen Brennerei, wird der Malt als Single Malt oder Pure Malt Whisky bezeichnet.
Grain (engl. Getreide) Whiskey wird aus einer Maische mit mehrheitlich ungemälztem Getreide (zumeist Weizen, Mais oder Roggen) und gemälzter Gerste gebrannt. Er ist leichter im Geschmack als Malt oder Single Pot Still Whiskey.
Single Pot Still Whiskey ist die Bezeichnung für eine eigene Whiskey-Art, die es so nur in Irland gibt! In der Herstellung unterscheidet sich der Pot Still Whiskey in einem wesentlichen Punkt vom Malt Whisky: der Verwendung einer Mischung aus ungemälzter und gemälzter Gerste. Diese Mischung war die Reaktion der Iren auf eine Malzsteuer, die die Engländer Mitte des 18. Jahrhunderts in Irland einführten. Um die Steuer, die nur für gemälzte Gerste galt, zu umgehen, begannen die Iren, der Maische ihrer Whiskeys vermehrt ungemälzte Gerste beizumischen. Die Beimischung der ungemälzten Gerste verleiht Pot Still Whiskeys einen typischen leichten, fruchtigen Geschmack.
Text: Daniela Brack
Wer sich mit Irland und seinen Whiskeys beschäftigt, wird unweigerlich über ihn stolpern: Poitín oder Poteen. Poitín, ausgesprochen „puh-tscheen“, ist ein klarer Brand, der eigentlich nichts mit Whiskey zu tun hat, aber traditionell in ganz Irland in kleinen Pot Stills (früher zuhause) gebrannt wird. Damit erklärt sich auch schon, weshalb der Poitín das Synonym für Schwarzgebrannten auf der grünen Insel ist, hatten die kleinen Brennanlagen doch den Vorteil, dass man mit ihnen vorzüglich nachts unauffällig (und illegal) brennen konnte…
Ursprünglich aus Gerste oder anderen Getreidesorten gebrannt, wurde Poitín aber auch gerne aus Kartoffeln hergestellt. Obwohl das Wissen um die Poitín-Herstellung sicher genauso alt ist wie das um die Herstellung des Whiskey, geht die Bezeichnung auf eine Gegebenheit in den 1660er Jahren zurück.
Damals erhob die britische Regierung erstmals eine Steuer auf Alkohol in Irland. In der Folge wurde legaler, verteuerter Whiskey als Uisce beatha bezeichnet, Uisce poitín dagegen nannte man illegal gebrannten Alkohol.
In den folgenden Jahrhunderten wurde die Umgehung der Gesetze und Alkohol-Steuer eine Art Volkssport, und die Geschichten und Lieder um Poitín ein Teil des irischen Kulturgutes.
Poitín schmeckt in der Regel, wie ein Wodka auch, leicht nach Getreide mit einem Hauch Toffee und ist im Glas ölig. Und während schlecht gemachter Poitín mit seinen flüchtigen Alkoholen abstoßend schmeckt, ist guter Poitín wirklich einen Versuch wert.
Text: Daniela Brack
Schottischer Whisky, kurz Scotch, hat weltweit Liebhaber, die für die verschiedenen Single Malt und Blend Whiskys förmlich „brennen“. So lockt der Scotch Whisky, der aktuell in über 100 Destillerien hergestellt wird, mit den klangvollen Namen seiner Geburtsorte. Lagavulin, Macallan und Highland Park sind nur einige derjenigen Destillerien, denen der Whisky seinen individuellen Geschmack zu verdanken hat.
Der schottische Single Malt Whisky ist berühmt für seine herausragende Qualität und vielfältigen Aromen, die durch die Regionen geprägt werden, in denen er gebrannt und über Jahrzehnte gelagert wird. So schmecken Whiskys aus Islay wunderbar rauchig, scharf und torfig, Single Malts aus den Highlands dagegen herrlich würzig und blumig. Sehr beliebt und bekannt ist auch schottischer Blend Whisky, wie Ballantine's, Famous Grouse und Chivas Regal.
Text: Daniela Brack
Eine Sammlung wie unsere entsteht nicht zufällig. Jeder Whiskey in unseren Regalen wurde von zwei Menschen ausgewählt, die Whiskey leben: unserem Manager Kieran Mullen und der preisgekrönten Whiskey-Sommelière Daniela Brack.
Manager
Kieran Mullen hat unsere Whiskey-Sammlung Flasche für Flasche zusammengestellt, und das Ergebnis ist eine extrem gute Auswahl. Fragen Sie ihn, was Sie als Nächstes probieren sollten: Sie sind bei ihm in den besten Händen.
Whiskey-Sommelière, Autorin und Journalistin
Preisgekrönte Autorin, Journalistin, Wein- und Spirituosenkolumnistin und Irish-Whiskey-Expertin. Daniela hat Kieran geholfen, unsere gesamte Whiskey-Sammlung zu schaffen, und die Texte in unserer gedruckten Whiskey-Karte stammen von ihr. Als Freundin des Hauses ist sie inzwischen Stammgast an der Bar.
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